Fuchsschwanzpalme

Fuchsschwanzpalme (Wodyetia bifurcata)

Gattung/Art

Die Fuchsschwanzpalme (botanisch Wodyetia bifurcata) gehört der Familie der Palmengewächse (Arecaceae) an, diese umfasst 183 Gattungen mit über 2500 rezenten Arten. Die Gattung Wodyetia ist Teil des Subtribus der Ptychospermatinae, zu deren Vertretern zählen Palmen unterschiedlichster Größe, deren Merkmale gefiederte Blätter mit ausgerissenen Blattspitzen, sowie ausgeprägten Kronenschaften sind.

Herkunft

Die erst im Jahr 1978 wissenschaftlich beschriebene Fuchsschwanzpalme wächst endemisch im Nordosten Australiens. Dort ist sie beheimatet in Cape Melville, Queensland, nahe der Cape York Halbinsel und der Bathurst Bay. Der Name „Wodyetia“ leitet sich ab von einem einheimischen Aborigine namens Wodyeti, ein Botaniker der auf die bis dahin unbekannte Palme aufmerksam machte. Das aus dem Lateinischen stammende „Bifurcata“ bedeutet „In zwei Teile geteilt“, in Anlehnung an die geteilten Blattspitzen.

Aussehen

An ihrem natürlichen Standort erreicht die Fuchsschwanzpalme Höhen von bis zu zwölf Metern, in geschlossenen Räumen bis zu fünf Metern. Ihren Trivialnamen erhielt die Fiederpalme durch ihre gezahnten, breiten Fiederblättchen. Die immergrünen, unpaarig gefiederten Blätter von sattgrüner Farbgebung sind quirlständig. Diese stehen in unterschiedlichen Winkeln vom Blattstiel ab, so entsteht der optische Eindruck einer Bürste bzw. eines Fuchsschwanzes. Sie bildet einen solitären, schlanken, leicht flaschenförmigen und glatten Stamm, dessen lange, dichte Fiederblätter die ausgeprägte, üppige Krone bilden. Diese Fiedern besitzen eine silbrige Unterseite mit einer Länge von 15 Zentimetern und einer Breite von 5 Zentimetern.

Pflege

Die Fuchsschwanzpalme eignet sich sowohl als Garten- als auch Zimmerpflanze. Optimal gedeiht sie an vollsonnigen Standorten, verträgt aber auch Halbschatten. Der Boden ist idealerweise durchlässig und feucht, für getopfte Fuchsschwanzpalmen eignen sich Kakteen- oder Sukkulentensubtrate. Bei ausreichender Wärme und gleichmäßigem, aber moderatem Gießen wachsen die Jungpalmen schnell voran, tolerieren sowohl Trockenheit und trockene Böden, als auch windige Plätze. Beim Bewässern der Pflanze sollte allerdings darauf geachtet werden, Staunässe zu vermeiden, da die Palme empfindlich auf diese reagiert. Zudem ist ratsam, die Pflanze langsam zu bewässern, um sicherzustellen, dass das Wasser an die Wurzeln der Palme gelangt. Im Winter sollte sie trocken gehalten werden. Ein Schnitt ist für die Fuchsschwanzpalme normalerweise nicht erforderlich, allerdings ist das regelmäßige Entfernen der toten Blattwedel empfehlenswert, da diese Parasiten anlocken und Krankheiten auslösen können. Düngung kann in regelmäßigen Abständen durch handelsüblichen Palmendünger oder kaliumhaltige Düngemittel mit ausreichend vorhandenen Mikronährstoffen erfolgen. In den Wintermonaten sollte auf die Zugabe von Dünger jedoch verzichtet werden. Zudem ist bei der Fuchsschwanzpalme als Zimmerpflanze auf ausreichende Belüftung zu achten. In den mitteleuropäischen Klimazonen findet sich die Fiederpalme im Sommer bei geringer Pflege gut zurecht und benötigt lediglich einen geeigneten Standort zur Winterruhe. Der geringe Pflegebedarf hat zu ihrer Popularität insbesondere in Europa und Nordamerika beigetragen, wo sie oft in Gartencentern zu erstehen ist.

Überwinterung

Die Fuchsschwanzpalme ist nicht winterhart und verträgt nur eine Minustemperatur von maximal drei Grad. Idealerweise wird die Pflanze über die Wintermonate in der Wohnung, im Gewächshaus oder im Wintergarten gehalten, am besten bei rund 20 Grad. Unbelichtete Standorte wie Keller oder Garagen eignen sich als Standort zur Winterruhe nicht, diese sind in der Regel zu kalt und lichtarm. Die Bewässerung der Palme sollte im Winter alle sechs Wochen erfolgen.

Schädlinge und KPalmerankheiten

Bei fehlerhafter Pflege reagiert die Palme mit krankhafter Erscheinung und toten Blattwedeln, welche entfernt werden müssen. Insbesondere reagiert die Pflanze empfindlich auf Staunässe und unzureichendes Licht, was sich sofort in gelben oder braunen Blättern äußert. Bei zu starkem Bewässern kann sie Wurzelfäule als auch Pilzbefall entwickeln. Bei Eisenmangel können sich am Stamm von einem Pilz herrührende, braune Flecken entwickeln, was durch Zugabe von Eisen und Beschneiden der betroffenen Stellen behoben werden kann. Zu den bekannten Krankheiten zählen Anthracnose, Diplodia, Exserohilum, Petalotiopsis und Phomopsis. Diese zeigen sich als Flecken auf den Blättern der Fuchsschwanzpalme und können mit einem Kupfer-Fungizid behandelt werden. Bei Nährstoffmangel entwickeln sie Chlorisis (Chlorophyllmangel), was sich ebenfalls in gelben oder braunen Blättern äußert. Dies behebt man in der Regel mit einer Zugabe von Bor oder Kalium.

Bekannte Parasiten sind der Eichenholzbohrer, die Bananenmotte, Wollläuse, Schmierläuse und die Mottenschildläuse. Das Entfernen dieser Schädlinge erfolgt durch das Insektizid „Imidacloprid“.