Spinnmilben an Palmen vermeiden

Milben, insbesondere Spinnmilben, sind von Pflanzenliebhabern gefürchtet. Eine immense Vermehrung und tote Pflanzen sind oft die Folge. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Bekämpfung und das Vorbeugen der kleinen Spinnentierchen.

Spinnmilben bei Palmen

Milben, insbesondere Spinnmilben, gehören in Deutschland zu den häufigsten Schädlingen von Pflanzen. Leider sind auch Palmen von den Spinnmilben, gerne auch Spinnenmilben genannt (was aber falsch ist), betroffen.

Diese Milbenart ist nicht nur besonders schädlich für die Pflanze, sie tritt auch häufig auf. Aus genau diesem Grund muss man also gegen Spinnmilben unbedingt vorgehen. Nur so ist gewährleistet, dass die Pflanze keinen größeren Schaden nimmt.

Spinnmilben werden bis zu 1 mm groß. Die kleinen Tierchen spinnen die befallene Pflanze ein. Daher rührt auch der Name Spinnmilbe (von „einspinnen“).
Interessant in diesem Zusammenhang: Auch Spinnmilben sind so genannte Spinnentierchen daher eng mit echten Spinnen verwandt.

Woran erkennt man Spinnmilben?

Die Spinnmilben halten sich meist auf den Unterseiten der Palmwedel auf. Dort greifen Sie die Pflanze mit ihrem Mundwerkzeug, eine Art Stechborsten, an. Diese Borsten dringen in die Wedel der Palme ein und saugen diese aus. Genauer:  der mit Zucker angereicherten Saft wird herausgesogen.

Zunächst erkennt man einen Befall mit den kleinen Spinnentierchen daher meist an hellen Flecken auf den Oberseiten der Palmwedel.

In den ausgesaugten Zellen sammelt sich Luft, welche die helle Farbe verursacht. Im Laufe der Zeit kann man beobachten, wie sich die kleinen Flecken vergrößern und irgendwann zusammenfließen.

Aufgrund der immer größer werdenden Schädigung durch die Vielzahl der kleinen Verletzungen, findet eine stärkere Verdunstung von Flüssigkeit statt. Die Wedel der Palme trocknen erst aus, vergilben dabei und fallen oft vorzeitig ab.

Kurzum: die Pflanze wird von den Milben ausgesaugt und ihrer Lebenskraft beraubt. Nicht nur das Wachstum der Palme gerät ins Stocken. Oft stirbt die gesamte Palme.

Spinnmilben erkennt man oft auch an weißen Gespinsten, vornehmlich unter den Wedeln. Diese Gespinste, die den kleinen Krabblern als Schutz dienen, werden allerdings nicht von allen Milben gesponnen.

Vermehrung der Spinnmilbe

Unter optimalen Bedingungen vermehren sich die Tierchen rasend schnell. 8-10 Generationen in einem Jahr sind kein Problem, wobei ein einzelnes Weibchen durchaus 120 Eier legen kann. Man kann sich leicht ausrechnen, wie explosionsartig sich die Milben vermehren können.

Spinnmilben loswerden

Ist man sich sicher, dass ein Spinnmilbenbefall vorliegt, so gibt es drei Möglichkeiten zur Bekämpfung. Chemische Mittel, mechanische Mittel und biologische Mittel (Nützlinge).

Abbrausen von Zimmerpalmen

Zimmerpalmen lassen sich am besten einfach mit einem harten Wasserstrahl abbrausen. Dabei stellt man die Pflanze in Dusche oder Badewanne und braust sie mit einem scharfen Strahl, hauptsächlich unter den Wedeln, ab.

Umtopfen

Umtopfen von Palmen und das rigorose Abschneiden befallener Blätter kann ebenfalls den Einsatz weiterer Mittel vermeiden. Wichtig ist, die alte Erde nicht auf den Kompost zu werfen, um einen erneuten Befall zu vermeiden.

Nützlinge einsetzen

Nützlinge gegen Milben sind die beste Art, gegen die kleinen Schädlinge vorzugehen. Gegen Spinnmilben haben sich Raubmilben als besonders nützlich erwiesen.  Diese fressen die erwachsenen Milben ebenso wie die Larven und Eier. Besonders empfehlenswert sind Raubmilben im Übrigen in Gewächshäusern.

Chemische Mittel

Chemische Mittel sollten immer das letzte Mittel sein und erst angewandt werden, wenn alle anderen Versuche versagt haben. Chemische Mittel enthalten oft Nervengifte, mit denen man als Mensch nicht in Kontakt kommen sollte.  Wir raten daher von chemischen Mitteln ab.